FSME

Die Frühsommer-Meningoenzepahlitis (FSME) wird durch einen durch Zecken übertragenen Virus verursacht. Der Virus hat sein Reservoir in Kleintieren wie Mäusen, Vögeln, und Wild, und wird über Zeckenbisse auf den Menschen übertragen. Er kommt in vielen Ländern Europas und Asiens vor, Hauptverbreitungsgebiete in Deutschland sind Baden-Württemberg und Bayern, Hessen und Thüringen. Weitere europäische FSME-Endemiegebiete befinden sich in Österreich, den baltischen Staaten, in Russland, Polen, in der Tschechischen und in der Slowakischen Republik, in Ungarn, Südschweden, Finnland, Kroatien, Slowenien und Albanien. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kommt nicht vor.

Eine andere durch Zeckenbisse übertragene Erkrankung ist die Lyme-Borreliose, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi übertragen wird. Im Gegensatz zur FSME kommt sie überall vor, wo es Zecken gibt, nicht nur in Risikogebieten.

Symptome
Nicht bei jedem Zeckenbiss durch eine infizierte Zecke kommt es zur Infektion. Nach einer Infektion kommt es bei einem Drittel der Infizierten zu Krankheitserscheinungen. Es treten nach einer Inkubationszeit von 7-14, in Einzelfällen bis 28 Tagen zunächst grippeähnliche Symptome auf mit geringem Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindelgefühl. Nach einer weiteren Woche kann es zu einer Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns kommen (Meningo-Enzephalitis), mit neurologischen Ausfällen und Bewusstseinstrübung oder -verlust. Es besteht die Gefahr lange andauernder oder bleibender neurologischer Ausfälle wie Lähmungen, Kopfschmerzen oder Krampfanfällen. Bevorzugt bei älteren Menschen kann es zusätzlich zu einer Entzündung des Rückenmarks kommen. 1-2% der Erkrankten versterben an der FSME.

Die Krankheit kann durch Nachweis von Antikörpern gegen den Virus in Blut oder Nervenwasser oder, zu Beginn der Erkrankung, Nachweis des Virus selbst, diagnostiziert werden.

Therapie
Eine spezifische Therapie gegen den Virus gibt es nicht, daher ist die Therapie rein symptomatisch, je nach Verlauf auch mit intensivmedizinischen Massnahmen.

Vorbeugung – Impfung
Die Impfung schützt bei Besuchern oder Bewohnern von Risikogebieten wirksam vor der Erkrankung. Das Robert Koch-Institut veröffentlicht regelmäßig Karten zu FSME-Risikogebieten in Deutschland. Eine Indikation für eine Impfung besteht bei Aufenthalt in FSME-Risikogebieten und gleichzeitigem Expositionsrisiko gegenüber Zeckenbissen durch z.B. Freizeitaktivitäten. Eine kompletter Impfschutz wird mit drei Impfungen erreicht, im Weiteren sind Auffrischimpfungen in 3jährigen Abständen erforderlich.

Expositionsprophylaxe: Wichtig ist auch der Schutz vor Zeckenbissen durch Tragen geeigneter Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Haustiere können durch Zeckenhalsbänder geschützt werden.

Im Fall eines Zeckenbisses sollte die Zecke so schnell wie möglich schonend und vollständig, einschließlich des Kopfes, entfernt werden, am besten mit einer Zeckenpinzette Die Bissstelle sollten Sie gründlich desinfizieren und von Ihrem Arzt kontrollieren lassen. Bei einem Zeckenbiss muss auch Ihr Impfschutz gegen Tetanus überprüft werden.

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