Erreger ist ein Virus, das durch Körpersekrete übertragen wird, und eine Leberentzündung verursacht. Diese kann akut oder chronisch verlaufen, und bei chronischem Verlauf zur Leberzirrhose und Lebertumoren führen. Hepatitis B kommt weltweit vor, mit einer sog. Durchseuchungsrate (Anteil der Personen mit aktiver oder durchgemachter Infektion) von ca. 7% in Deutschland.

Die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut beinhalten seit 1995 neben den Hepatitis-B-Impfungen für Gruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko (z.B. Beschäftigte in Krankenhäusern, Arztpraxen) eine Hepatitis-B-Grundimmunisierung im Säuglings- und Kleinkindalter und das Nachholen der Grundimmunisierung bis dahin noch ungeimpfter Kinder und Jugendlicher möglichst vor der Pubertät.
Auffrischimpfungen gegen Hepatitis B im Erwachsenenalter sollten in 10jährigen Abständen durchgeführt werden. Die Kosten für die Hepatitis-B-Impfung bei Erwachsenen werden bei bestimmten Indikationen (z.B. vorbestehenden Lebererkrankungen) derzeit auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, bei erhöhtem beruflichem Risiko in der Regel durch den Arbeitgeber.