Praxis Dr. med. Wolfgang Dietrich, Leopoldstr. 151a, 80804 München

Japanische Enzephalitis

Erreger der Japanischen Enzephalitis ist ein Virus, das sein Reservoir in Schweinen und Vögeln hat und durch Moskitostiche auf den Menschen übertragen wird. Verbreitungsgebiet der Japanischen Enzephalitis ist Südost-Asien, sowie Indien, China, Japan, Indonesien und Melanesien.

Symptome
Nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen kommt es zu einer einem grippalen Infekt ähnelnden Symptomatik mit leichten Kopfschmerzen und niedrigem Fieber. Bei einem Großteil der Erkrankten verläuft die Krankheit symptomarm oder symptomlos und heilt folgenlos aus. Ein höheres Risiko schwerer Verläufe haben Kinder unter 15 Jahren und alte Menschen. Es kann bei schweren Krankheitsverläufen zunächst zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen, nach zwei bis vier Tagen zusätzlich zu hohem Fieber, Nackensteife, Lichtempfindlichkeit, Krämpfen, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma und Lähmungserscheinungen. Bei schweren Verläufen bleiben bei bis zu 80% der Patienten neurologische Folgeschäden erhalten, 10 bis 25% der Erkrankten versterben. Die Krankheit kann durch den Nachweis von Virusbestandteilen in der Hirn- und Rückenmarkflüssigkeit, oder von spezifischen Antikörpern im Blut gestellt werden.

Therapie
Die Behandlung ist symptombezogen, nötigenfalls unter intensivmedizinischer Betreuung. Eine spezifische Therapie gegen das Virus gibt es nicht.

Vorbeugung – Impfung
Wichtig ist wie bei anderen von Mücken übertragenen Erkrankungen der konsequente Schutz vor Mückenstichen in betroffenen Gebieten. Zusätzlich steht ein Impfstoff zur Verfügung. Es sind zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen erforderlich. Eine Impfindikation besteht für Reisende mit längeren Aufenthalten in ländlichen Endemiegebieten und entsprechendem Expositionsrisiko wie etwa bei Trekking-Touren (z.B. in China, Indien, Nepal, Myanmar [Burma], Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Sri Lanka und Philippinen). Das Risiko einer Infektion kann stark schwanken, in Abhängigkeit von der Mückenpopulation. In der feuchten Jahreszeit kann es lokal zu größeren Epidemieartigen Ausbrüchen kommen.