Erreger der Japanischen Enzephalitis ist ein Virus, der sein Reservoir in Schweinen und Vögeln hat und durch Moskitostiche auf den Menschen übertragen wird. Verbreitungsgebiet der Japanischen Enzephalitis ist Südost-Asien, sowie Indien, China, Japan, Indonesien und Melanesien.

Symptome
Nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen kommt es zu einer einem grippalen Infekt ähnelnden Symptomatik mit leichten Kopfschmerzen und niedrigem Fieber. Bei einem Großteil der Erkrankten verläuft die Krankheit symptomarm oder symptomlos und heilt folgenlos aus.
Ein höheres Risiko schwerer Verläufe haben Kinder unter 15 Jahren und alte Menschen. Es kann bei schweren Krankheitsverläufen zunächst zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kommen, nach zwei bis vier Tagen zusätzlich zu hohem Fieber, Nackensteife, Lichtempfindlichkeit, Krämpfen, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma und Lähmungserscheinungen.
Bei schweren Verläufen bleiben bei bis zu 80% der Patienten neurologische Folgeschäden erhalten, 10 bis 25% der Erkrankten versterben.
Die Krankheit kann durch den Nachweis von Virusbestandteilen in der Hirn- und Rückenmarkflüssigkeit, oder von spezifischen Antikörpern im Blut gestellt werden.

Therapie
Die Behandlung ist symptombezogen, nötigenfalls unter intensivmedizinischer Betreuung. Eine spezifische Therapie gegen das Virus gibt es nicht.

Vorbeugung - Impfung
Wichtig ist wie bei anderen von Mücken übertragenen Erkrankungen der konsequente Schutz vor Mückenstichen in betroffenen Gebieten.
Zusätzlich steht ein Impfstoff zur Verfügung, der in Deutschland über internationale Apotheken bezogen werden muss. Es sind drei Impfungen erforderlich (an den Tagen 0, 7, 30 oder, als beschleunigte Prophylaxe, an den Tagen 0, 7, 14). Von der ersten Impfung bis zu einem Impfschutz vergehen 4 Wochen. Eine Impfindikation besteht für Reisende mit längeren Aufenthalten in ländlichen Endemiegebieten und entsprechendem Expositionsrisiko, z.B. bei Trekking-Touren (z.B. in China, Indien, Nepal, Myanmar [Burma], Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Sri Lanka und Philippinen), vor allem während der Monate mit hohen Mückenpopulationsraten.