Praxis Dr. med. Wolfgang Dietrich, Leopoldstr. 151a, 80804 München

Lungenfunktion

Theoretisches
Die Lunge wird durch Ausdehnung des Brustkorbes und Anspannung des Zwerchfelles während des Einatmens mit Luft gefüllt, anschließend wird durch Senken des Brustkorbes und Entspannung des Zwerchfelles die Lunge wieder geleert. Die Menge Luft, die mit einem Atemzug ein- und ausgeatmet wird, und die Atemgeschwindigkeit können mit dem Spirometer (Lungenfunktionsmessgerät) gemessen werden. Auch eine direkte Messung des Atemwegswiderstandes ist möglich.  Über die erhaltenen Messwerte sind Aussagen zu Erkrankungen wie von z.B. Asthma bronchiale, Bronchitis, Lungenemphysem und anderen Lungengerüsterkrankungen möglich. Die Spirometrie ist auch wichtiger Teil von präoperativen Routineuntersuchungen und Sporttauglichkeitsuntersuchungen.

Ablauf der Untersuchung
Für die Untersuchung sind keine speziellen Vorbereitungen notwendig. Ihre Medikamente sollten Sie am Untersuchungstag wie gewohnt einnehmen. Während der Untersuchung wird die Nase mit einer Nasenklemme verschlossen, und Sie atmen über ein Mundstück durch das Spirometer. Sie sollten darauf achten, dass keine Luft seitlich, z.B. über die Mundwinkel, entweicht, da sonst die Messung verfälscht wird. Während der Messung werden Sie von uns aufgefordert, verschiedene Atemmanöver auszuführen (normale Atmung, forcierte Atmung, tiefe Atmung). Dies ist für die Aufzeichnung von jeweils verschiedenen Messwerten notwendig. Je besser Ihnen die Atemmanöver gelingen, desto besser ist die Qualität und Aussagekraft der Untersuchung. Die Dauer der Untersuchung beträgt insgesamt ca. 5-10 Minuten. Die computergestützte Auswertung und Befundung erfolgt bereits während der Untersuchung. Für den Fall, dass eine Verengung der Bronchien oder Erhöhung des Atemwegswiderstandes diagnostiziert wird, kann die Untersuchung ca. 10 Minuten nach Gabe von Bronchien-erweiternder Medikation (in der Regel als Spray) wiederholt werden.

Kontraindikationen
Die Spirometrie selbst ist unbedenklich. Für den Fall der Gabe von Medikamenten zu diagnostischen Zwecken müssen die jeweiligen Kontraindikationen beachtet werden.